Anki Overdrive Infos

Anki Overdrive, erste Erfahrungen.

Eins vorweg, Anki Overdrive ist wohl eine der größten Innovationen auf dem Gebiet der Autorennbahnen. Es ist tatsächlich ein bißchen so, als nehme man ein Spiel aus dem Computer und baut es auf dem Fußboden auf. Anki Overdrive macht wirklich eine Menge Spass, es dauert aber eine zeitlang, bis man die richtige Nutzung des Steuerns und Schiessens der Autos richtig beherrscht, aber das ist der normale Lerneffekt wie bei anderen Spielzeugen auch. Allerdings gibt es auch ein paar Nachteile, dazu aber später mehr. Mein Sohn bekam die Bahn von Opa zum Geburtstag und war natürlich sofort begeistert. Die Verpackung ist für meinen Geschmack etwas übertrieben, zu viel Plastikmüll. Allerdings hat das auch einen Vorteil, man kann alles wieder gut einpacken, wenn die Bahn mal eine zeitlang nicht gebraucht wird. Das aufbauen ist sehr einfach und geht relativ schnell. Ein Blick auf die Streckenpläne in der Anleitung und binnen 5 Minuten war alles aufgebaut. Die einzelnen Teile werden nicht zusammengesteckt sondern magnetisch zusammengehalten, einfacher geht es nicht. Der Preis für das Starter-Kit erscheint mir auf Grund der gebotenen Technik angemessen. Die zusätzlich zu kaufenden Teile erscheinen mir allerdings überteuert. Jetzt sollte es aber endlich ans fahren gehen. Aber, wie sagte einst ein schlauer Mann? Vor den Erfolg haben die Götter das Smartphone gesetzt ;-). Na ja, kein Problem, bei 3 Smartphones im Haushalt dachte ich, aber das war ein Trugschluss. Keines der 3 war kompatibel mit der Bahn bzw. der App. Nun kann man natürlich sagen, man sollte vor dem Kauf im Internet recherchieren, aber versuch mal, das Opa zu erklären.Also habe ich das nachgeholt. Auf der Seite von Anki fand ich dann auf dieser Seite. Leider war keines der vorhandenen Smartphones da aufgeführt, aber zum Glück lag ein iPad im Schrank, mit dem es klappen sollte. Nachdem alles installiert und eingestellt war, sollte es endlich ans fahren gehen. Da nur ein kompatibles Gerät vorhanden war, war es natürlich mein Sohn, der die Bahn "einweihen" durfte. Um die Sache nicht zu kompliziert zu machen, wurde als Spielmodus "Rennen" eingestellt. Dabei geht es darum, eine bestimmte Anzahl Runden als erster zu bewältigen. Nach einer kurzen Erklärung von Papa, wie die App funktioniert, ging es auch sofort los. Obwohl ein iPad in den Händen eines 6-jährigen sehr überdimensioniert wirkt, klappte die Bedienung erstaunlich gut. Meine Befürchtung, daß die Autos wegen der nicht vorhandenen Führung laufend neben der Strecke stehen, trat zum Glück nicht ein. Die Autos fahren ihre Bahnen sehr zuverlässig und fliegen nur selten von der Strecke. Ein Schwachpunkt sind für mich die Akkus der Autos. Nach 15 - 20 Minuten fahren ist Schluß, die Akkus müssen geladen werden. Das dauert laut Anleitung 8 - 10 Minuten. Das mindert den Spass doch sehr. Wenn man nicht permanent auf die Autos in der Ladestation warten will, sollte man 2 zusätzliche Autos kaufen, 2 auf der Ladestation und 2 auf der Strecke, was mit ca. 100 - 120 € zu Buche schlägt. Ob dieser Preis angesichts der verbauten KI gerechtfertigt ist, muß jeder für sich entscheiden.